Platin Kauf und Ankauf
Platin ist ein chemisches Element. Es ist ein sogenanntes Übergangsmetall, welches schwer, schmiedbar und dehnbar ist und eine grau-weiße Farbe besitzt. Sein Siedepunkt ist sehr hoch.
Dieses Edelmetall ist nahezu korrosionsbeständig. Aus ihm werden Schmuckstücke, Zahnimplantate, Laborgeräte und Fahrzeugkatalysatoren hergestellt.
Der Name des Platins leitet sich vom spanischen Wort "platina" ab. Das bedeutet soviel wie "kleines Silber", da das Wort "plata" für Silber steht.
Erstmals 3000 v. Chr. wurde das Platin im Alten Ägypten verwendet. Funde von Schmuckstücken belegen, dass Platin einer der Bestandteile des Schmucks war.
Auch die südamerikanischen Indiander nutzen Platin, welches sich in Begleitung von Waschgold zeigte und nicht abgetrennt werden konnte.
Metallisches Platin wird in der heutigen Zeit so gut wie nicht mehr abgebaut. In Südafrika finden sich noch Platinbergwerke, deren Bedeutung aber gering ist. In der Herstellung des Platins allerdings liegt Südamerika mit einem Marktanteil von derzeit 74,8 % weit vorn.
In der Buntmetallerzeugung von Kupfer und Nickel findet sich heute eine Platinquelle. Das Platin fällt dabei als Nebenprodukt ab.
Es gibt 5 Metalle, die dem Platin so ähnlich sind, dass die Bestimmung im ursprünglich große Schwierigkeiten machte. Das sind die Metalle Iridium, Osmium, Rhodium, Ruthenium und Palladium.
Eigenschaften des Platins:
Platin ist ein weiches Schwermetall. Es rostet nicht und lässt sich gut verarbeiten. Im aktivierten Zustand werden Wasserstoff, Sauerstoff und auch andere Gase vom Platin gebunden. Platin hat bemerkenswert katalytische Eigenschaften. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren bei der Anwesenheit von Platin mit Wasser zusammen explosiv.
Poröses Platin nennt sich Platinschwamm. Es hat bessere katalytische Eigenschaften und entsteht bei der Verbrennung von mit Platinsalzlösung getränktem Papier.
Platin besitzt eine sehr hohe Haltbarkeit, es ist anlaufbeständig und selten, daher eignet es sich besonders gut zur Schmuckherstellung.
Platin im Handel:
Im Handel ist Platin sehr gefragt. Seit Jahren übertrifft die Nachfrage nach dem Edelmetall die Fördermenge. Dies steigert seinen Wert natürlich sehr. Es ist mit Abstand das teuerste Edelmetall. Zur Herstellung einer Unze Platin mit einem Reinheitsgehalt von 95 % benötigt man 10 Tonnen Erz und 5 Monate Zeit für den Veredelungsprozess.
Der größte Abnehmer für Platin ist die Automobilindustrie. Sie verarbeitet gut 43 %. Die Schmuckindustrie folgt mit 34 %. Es folgen die chemische Industrie, die Computerindustrie und die Glasherstellung.
In Punkto der Leitfähigkeit kann Platin vor allem in der Industrie durch Palladium ersetzt werden. Dies ist wesentlich günstiger. Einzig die Schmuckindustrie kann keinen Ersatz verwenden, daher stellt Platinschmuck einen bleibenden Wert dar.
Besonders die Chinesen lieben Platinschmuck. Im Jahre 2002 betrug der Absatz in China 1,47 Millionen Unzen des beliebten Metalls.
Platin als Geldanlage und die Zukunft des Platins:
Neben Gold und Silber kann Platin auch als Geldanlage verwendet werden. Der Ankauf gestaltet sich teuer, doch die Preise für Platin steigen, wenn auch langsam, weiter, denn seine Seltenheit wird auch weiter steigen.
Im Gegensatz zu Gold und Silber wird es aber als Zahlungsersatz oder Tauschmittel sicherlich keinen Stellenwert einnehmen, weil es zu wertvoll ist und vor allem in der Industrie benötigt wird.
Derzeit gibt es Ankaufstellen für Platin, die auch Drähte, Tiegel, Bleche, usw. aufkaufen. Meist wird dann aus diesen Gegenständen das Platin extrahiert und zur weiteren Verwendung aufbereitet. Die Ankäufer verkaufen das gewonnene Platin an die Industrie weiter.
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