Goldbarren und Goldhandel




Was Sie bei Gold und Scheideanstalten beachten sollten:

Goldbarren sollten immer das Emblem der Scheideanstalt oder Scheideanstalten aufweisen sowie den Feingehalt nebst dem Gewicht. Bei Anlageaspekten spielt der jeweilige Hersteller des Barrens keine nennenswerte Rolle, zu den häufig am Markt anzutreffenden Barren gehören solche der Firmen:

• Degussa GmbH (Sitz in Düsseldorf, Deutschland)
• Heraeus Holding GmbH (Sitz in Hanau, Deutschland)
• Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt A. G. (Pforzheim, Deutschland)
• Norddeutsche Affinerie Aktiengesellschaft (Sitz in Hamburg, Deutschland)
• Umicore SA, Business Unit Precious Metals (Sitz in Brüssel, Belgien)
• Münze Österreich (Sitz in Wien, Österreich)
• PAMP SA Suisse (Schweiz)
• Credit Suisse (Schweiz)
• Bangko Sentral ng Pilipinas (Central Bank of the Philippines)
• Rand Refinery Limited (Südafrika)
• Engelhard ( USA, UK, Australien)

Diese Liste ist nicht komplett, wichtig für den Anleger ist die jeweilige Ankaufsliste der „London Bullion Market Association“, welche jene Goldbarren mit unzweifelhaftem Charakter aufzeigt. Nicht in der LBMA aufgeführte Barrenproduzenten haben mit Abschlägen und eingehenderen Prüfungen beim Ankauf zu rechnen.
Der Goldpreis am Weltmarkt wird per Feinunze gehandelt. Eine Feinunze entspricht dabei 31,104 Gramm. Barren im intenationalen Handel werden auch in Unzen oder Bruchteilen davon gehandelt. Erst nach und nach finden auch metrische Gewichtseinheiten (Gramm und Kilogramm) Verbreitung im Goldhandel.
Wichtig ist also für den Anleger, dass er einen möglichst kleinen Aufschlag auf den reinen Metallwert bezahlt und möglichst Barren von renommierten Goldverarbeitungsbetrieben erwirbt. Selbst lustige Hologramme auf Zertifikaten oder schnieke Etuis sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich beim jeweiligen Hersteller des Barrens vielleicht um eine Gesellschaft handelt, deren Produkte in den massgeblichen Goldhandelsstätten nicht so bekannt oder begehrt sind. Im Zweifelsfalle gehen solche Imagedefizite nämlich immer zulasten des Verkäufers.
Steuern sind auch ein wesentlicher Punkt, aus dem Aufschläge erwachsen können. Die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz erheben auf Barrengold keine Mehrwertsteuer. Im Gegenzug ist das Bankwesen in beiden Staaten aber mit heftigen Margen und Aufschlägen verbunden, vergleichen Sie daher zwingend potentielle Anbieter für Ihr Edelmetallinvestment.

Exotischere Edelmetalle wie Platin oder Palladium haben auch Ihren Reiz, aber bei einem eventuell notwendigen Verkauf ist der Käufermarkt schwieriger zu erreichen und eine Veräußerung größerer Gebinde oft mit Wartefristen gekoppelt.
Silber eignet sich ebenfalls als Kapitalanlage in Barrenform.

Wichtig ist Ihr Einstiegspreis, der sich so unwesentlich wie möglich vom Metallwert unterscheiden sollte. Die Aufbewahrung von Barrengold sollte zwingend in einem Tresor erfolgen. Wenn Sie keinen Tresor in Ihrem Haus wünschen, dann bieten Banken und Geldinstitute entsprechend gesicherte Schliessfächer in Großtresorräumen an. In diesem Falle sollte sich der Anleger genauestens über die Haftungslimitierungen der Banken im Klaren sein.

 

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